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Julian Oberbichler (l.) und Stefan Moser wollen mit dem SSV Taufers in den nächsten Jahren eine Liga aufsteigen. © E. Innerbichler

Taufers strebt nach Höherem: „Landesliga muss das Ziel sein“

In Sand in Taufers wurde man Ende der 1980er Jahre bis zur Saison 1997/98 mit insgesamt 8 Saisons Oberligafußball fußballerisch verwöhnt. 2 Mal musste man in dieser Zeit in die Landesliga zurück, schaffte aber immer den sofortigen Wiederaufstieg. Die Rückkehr in die höchste regionale Liga ist momentan aus dem Blickfeld geraten, aber man will einen Mittelweg finden und das ist die Landesliga.

Heuer schnitt der SSV Taufers im Mittelfeld ab. Platz 6 mit 34 Punkten. 17 waren es in der Vorrunde, deren 17 in der Rückrunde, wobei vor allem in der Rückrunde viel mehr drinnen gewesen wäre. Warum dies nicht gelang, ob Kurt Volgger in der kommenden Saison noch beim SSV an der Seitenlinie steht und welche Ziele er und der Verein anstreben, erzählt der 47-Jährige im ausführlichen SportNews-Gespräch.


SportNews: Kurt Volgger, wie zufrieden sind Sie mit dem Abschneiden ihres Teams nach Abschluss dieser Saison?

Kurt Volgger: „Ich war nach der Hinrunde recht zufrieden. Bis zur Hälfte der Rückrunde auch. Dann haben wir das Spiel gegen Barbian Villanders Ende April auswärts mit 3:2 gewonnen. Dann ging es abwärts mit dem Spiel und den Resultaten.“


Auf was ist dieser Umstand zurückzuführen?

„Eigentlich schnell erklärt. Mit diesem Sieg wähnten wir uns bereits in Sicherheit, im Sinne: Nach vorne geht nichts mehr, von Hinten kommt auch keine Gefahr mehr, der Klassenerhalt ist uns sicher. Als es plötzlich wieder danach ausschaute, dass es doch noch eng werden könnte, waren die Spieler nicht imstande den Schalter umzulegen und wieder so zu spielen, dass es für Punkte gereicht hätte. In den letzten 5 Spielen holten wir nur, dank eines 3:0-Auswärtssieges gegen Latzfons Verdings, 3 Zähler und das ist entschieden zu wenig.“


Bleibt Kurt Volgger Trainer vom SSV Taufers?

„Ja. Das wurde bereits im April vereinbart. Der Verein ist mit meiner Arbeit zufrieden und umgekehrt bin ich es auch. Damals wurde auch mit allen Spielern geredet und alle haben zugesagt, dass sie auch in der kommenden Saison für Taufers auflaufen werden.“

„Auf die Jungen müssen wir bauen und dann werden diese dafür sorgen, dass der SSV Taufers wieder eine Liga höher spielt.“ Kurt Volgger, Trainer

Das heißt, es wird keine Neuverpflichtungen geben?

„Eher nicht. Klar wäre es toll, wenn ich einen Stürmer, der mir mindestens 15 Tore garantiert, bekommen würde, denn genau das fehlt dem Team. Erstens aber entspricht, das nicht der vor einigen Jahren beschlossenen Ausrichtung des Vereins und zweitens bekommt man diese Garantie sowieso nicht, denn sollte sich der besagte Stürmer am ersten Spieltag ernsthaft verletzen, dann hat der Verein für längere Zeit keinen Nutzen mehr. Die Philosophie des Vereins ist junge Fußballer an die 1. Mannschaft heranzuführen. Heuer wollten wird das schon durchziehen, doch da die Juniorenmannschaft kaum Spieler hatte, mussten einige Nachwuchskräfte der Jahrgänge 2004 gezwungenermaßen dort spielen. Diese Spieler sind heuer alle fix im Kader der 1. Mannschaft von Anfang an mit dabei. Vielleicht ist dort der neue 15-Tore Stürmer in Zukunft zu finden. Matthias Geisler wäre ein solch junger Spieler, der heuer schon 8 Treffer erzielt hat.“


Sollte ein Stürmer doch nicht so schnell heranreifen wie gewünscht, was passiert dann?

„Dann werden wir das machen, was wir in den letzten Jahren auch schon gemacht haben. Wir werden diese Verantwortung bzw. das Tore schießen auf viele Schultern verteilen müssen.“


Was ist denn das Ziel in den nächsten Jahren vom SSV Taufers?

„Mittelfristig müssen wir das Ziel Landesliga anpeilen, d.h. in den nächsten 3 Jahren muss man imstande sein, konstant vorne mitzuspielen, um den Aufstieg ins Visier nehmen zu können. Ich habe sehr viele junge Spieler im Kader, deren fußballerischer Höhepunkt erst in ein paar Jahren kommen wird. Auf diese Akteure müssen wir bauen und dann werden diese auch dafür sorgen, dass der SSV wieder eine Liga höher spielt.“

Zur Person

  • Kurt Volgger ist 47 Jahre und verheiratet. Er arbeitet in Kiens als Verlader bei der Firma Monier AG (Anbieter von hochwertigen Dachbaustoffen und Schornsteinsystemen) und wohnt in Terenten.
  • Als Spieler war Volgger vor allem bei seinen Heimatverein Terenten (hauptsächlich in der 1. Amateurliga) zu sehen. Für ein Jahr spielte er in Pfalzen ebenfalls in der 1. Amateurliga.
  • Als Trainer begann seine Karriere in der Jugend von Kiens. Danach folgten 3 Jahre in Terenten in der 1. Amateurliga. 2 Jahre lang kümmerte er sich um die Junioren Regional beim SSV Ahrntal. Während der Saison 2018/19 war er in der Landesliga zuerst Co-Trainer von Patrick Kofler beim SSV Ahrntal, ehe er nach dessen Ausscheiden während der Rückrunde zum Cheftrainer aufstieg. In Sand in Taufers ist der 47-Jährige seit 3 Jahren tätig und nimmt dort die 4. Saison in Angriff.

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