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Berndt Mair, hier noch im Trikot von Stegen. © Griessmair

Top-11 der Südtiroler Fußballer | Berndt Mair

Im Laufe seiner Karriere kommt so mancher Südtiroler Fußballer weit herum, andere bleiben ihrem Heimatverein treu und sehen dort viele Akteure kommen und gehen. SportNews hat einheimische Spieler – querdurch vom Profi- bis in den Amateurbereich – nach ihrer persönlichen Top-11 befragt. Heute an der Reihe: Berndt Mair.

Berndt Mair ist eine der schillerndsten Figuren in der Südtiroler Fußballwelt. Vor dem Tor eiskalt, im Strafraum ein Schlitzohr und für den gegnerischen Verteidiger nicht selten auch ungemütlich – das sind die Eigenschaften des Angreifers, der seine Tore für Bruneck, Bozen 96, Brixen, Stegen und St. Georgen geschossen hat. Vorwiegend war er in der Oberliga aktiv gewesen, ein Jahr spielte Mair sogar mit St. Georgen in der Serie D. 2013 beendete er seine Karriere, mittlerweile ist der Olanger im Trainergeschäft tätig und betreute im letzten Jahr den AFC Sexten. Uns hat Mair seine Top 11 präsentiert, die im 4-1-3-2-System aufläuft.

Tor
Marcel Villgrater (AFC Sexten): „In meinen Augen einer der besten Nachwuchstormänner in Südtirol. Er ist eine Mischung aus Manuel Neuer und Patrick Pietersteiner, zudem noch torgefährlich. Es würde sich für höhere Vereine sicher lohnen, ihn mal unter die Lupe zu nehmen.“
Abwehr
Patrick Kofler (Karriere beendet | rechter Verteidiger): „Eine Mischung aus Genie und Wahnsinn. Für jeden Stürmer grausam, gegen ihn zu spielen. Er war körperlich stark, technisch versiert und den Stürmern stets 3 Gedankengänge voraus. Blieb der Kopf aber zu Hause, war es besser, man hätte zu 10. gespielt (lacht).“

Bernhard Unterpertinger (Karriere beendet | Innenverteidiger): „Benno 'el Capitano' war, was das Stellungsspiel betrifft, sicher einer der herausragendsten Spieler in der Geschichte von St. Georgen. Ein Mann der wenigen Worte. Wenn er aber einmal etwas gesagt hat, dann wurde das von allen durchgezogen und eingehalten. Für mich als Stürmer war es der Horror, gegen ihn zu spielen. Mittlerweile ist er ein guter Freund.“

Patrick Kofler (links), ehemaliger Verteidiger von St. Georgen. © Griessmair


Markus Rieder (Karriere beendet | Innenverteidiger): „Zusammen mit Benno ein kongeniales Duo – sei es auf dem Feld, wie außerhalb. 'Makke' war einer der besten Innenverteidiger, die ich kennen und fürchten gelernt habe. Technisch stark, geniale Spielübersicht sowie kopfballstark. Auch später machte er seine Sache als Trainer in Stegen sehr gut. Leider musste er wegen seinen gefühlt 10 Kreuzbandrissen die Karriere viel zu früh beenden.“

Roland Harrasser (St. Georgen | linker Verteidiger): „Eine herausragende Persönlichkeit, der die schwere Kapitänsbinde von Benno mit Bravour übernommen hat. Er kann jede Position spielen und hat mit St. Georgen alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Mittlerweile ist er in die Jahre gekommen, wird von Lukas Aichner 'Pfeifa' auf der linken Seite jedoch würdig vertreten. Bravo Rolli!“
Mittelfeld
Giulio Floriani (Karriere beendet | defensives Mittelfeld): „Er war der Pirlo im Südtiroler Fußball. Technisch einer der besten, große und überragende Spielübersicht, torgefährlich und er hat mir und vielen anderen jungen Spielern sehr viel beigebracht und für unsere Karrieren mitgegeben.“

Armin Mayr (Terlan | linkes Mittelfeld): „Freistoßgott und überragende Technik. Zudem ein Kabinenclown, der aber immer weiß, wann es ernst wird. Zwar nicht der schnellste und ausdauerndste (lacht), weiß aber immer, wo der Ball hinkommt und ist daher immer 3 Schritte voraus. Weiter so, Armin.“

Roberto Fuschini (Trainer Bruneck | rechtes Mittelfeld): „Er war einer meiner Mentoren, als ich mit knapp 18 Jahren nach Bozen gekommen bin. Er zeigte mir innerhalb und außerhalb des Platzes, wo es langgeht. Seine herausragende Technik hat so manchen Verteidiger um den Schlaf gebracht. Mittlerweile einer der besten Trainer in Südtirol.“

Mittlerweile Trainer in Bruneck: Roberto Fuschini. © David Laner


Martin Ritsch (St. Georgen | hinter den Spitzen): „Sicherlich einer der besten, wenn nicht der beste zentrale Mittelfeldspieler in Südtirol. Er hat alles, was ein Fußballer benötigt. Technik, Spielübersicht, Kopfballungeheuer, torgefährlich, ballsicher und für jeden Spaß zu haben. Mehr geht nicht.“
Angriff
Franco di Cello (Karriere beendet): „Er hat mir in meiner Zeit beim FC Bozen 96 sehr viel beigebracht. Er war ein Schlitzohr vor dem Tor. Seine Schnelligkeit und der Torabschluss waren herausragend. Für jede Abwehr eine Herausforderung.“

Emanuel Salcher (Karriere beendet): „Leider musste er wegen Herzproblemen das Fußballspielen mit 18 Jahren lassen. Er war in meinen Augen der beste Stürmer, den es je gegeben hat. Er hätte auch das Zeug dazu gehabt, im Profifußball zu landen. Er spielte auch trotz seines extrem jungen Alters jede Abwehr alleine schwindlig und machte aus einer Chance 2 Tore. Schade um dieses großartige Talent.“
Trainer
Patrizio Morini (St. Georgen): „Ein Lehrmeister in Sachen Fußball. Kein anderer kann eine gegnerische Mannschaft so analysieren wie er. Nicht umsonst hat er den Profischein im Fußball und kann sich nicht umsonst mit großen Namen vergleichen lassen. Zudem kann man ihn immer um Rat fragen.“

Richard Gruber: „Diesen Namen möchte ich noch erwähnen. 'Ritsch' war für mich der gefürchtetste Abwehrspieler im ganzen Lande. Wir haben uns einige Schlachten geliefert, die teilweise auch unterste Schublade waren. Mittlerweile haben wir das aus der Welt geschaffen. Er ist ein cooler Typ.“

Autor: sn

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