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Auf Simon Fabi ist für St. Pauls in schwierigen Zeiten Verlass. © www.runggaldier.it / Dieter Runggaldier

Die Notrufnummer des FC St. Pauls

In der Not wird hierzulande die 112 gewählt. Nicht so beim AFC St. Pauls. Für sportliche Notfälle und Engpässe können die Überetscher nämlich auf Simon Fabi zählen. Eigentlich hat er seine Karriere schon beendet, aber für seinen Herzensverein zieht der 31-Jährige die Fußballschuhe in schwierigen Zeiten wieder an. So auch am vergangenen Sonntag in Lavis.

Beim 2:1-Sieg über die Trentiner dürfte der eine oder andere Zuschauer anfangs verdutzt aus der Wäsche geguckt haben. Auf dem Kunstrasenplatz in Lavis ackerte im Mittelfeld der Paulsner nämlich über 90 Minuten das langjährige Blau-Weiße Aushängeschild Simon Fabi – ein Spieler, der eigentlich seit Sommer vergangenen Jahres im Ruhestand ist. Ein Rücktritt vom Rücktritt also? „Nein, das ist es nicht“, erklärt Fabi. „In der Hinrunde habe ich in den letzten beiden Spielen auch schon ausgeholfen. Weil wir eben viele verletzte oder jetzt positiv getestete Spieler hatten und haben. Da laufe ich schon auf, wenn ich gebraucht werde.“


Wie sehr der AFC St. Pauls Fabi am Herzen liegt, sieht man auch an seiner aktuellen Rolle. Er ist seit einigen Jahren nämlich einer der sportlichen Leiter der Überetscher. „Da bin ich also auch selbst Schuld, wenn der Kader etwas zu dünn besetzt ist. Also muss ich das Problem auch selbst lösen und spielen“, schmunzelt der Mittelfeldspieler. Normalerweise spielt er nur noch gelegentlich für die Freizeit der Paulsner. „Ich habe am Ende der Hinrunde zwei Wochen mit der Mannschaft trainiert und auch jetzt in der Vorbereitung. In perfekter Verfassung bin ich also nicht. Oberliga spielen geht ja nicht einfach nur so“, kommentiert der 31-Jährige.

Gegen Lavis hat Fabi seinen Teil zum Sieg beigetragen. Die drei Punkte gegen die Trentiner sind für St. Pauls enorm wichtig, um dem Abstiegskampf zu entkommen. „Sie waren spielerisch besser, wir haben aber fleißig und diszipliniert dagegengehalten und waren in den entscheidenden Momenten da. Am Ende waren die drei Punkte dann auch verdient“, ist er zufrieden.

Am Sonntag das Uralt-Derby
Fabi könnte auch am Sonntag im Kader von St. Pauls stehen. „Das hängt vom Trainer ab. Wenn er mich braucht, kann er mich immer fragen“, sagt der Paulsner. Dabei steht für die Mannschaft von Alex Mayr am kommenden Spieltag ein besonderes Spiel auf dem Programm. St. Pauls empfängt nämlich Tramin – diese Partie zwischen zwei der größten Traditionsvereine Südtirols wird hierzulande auch als Uralt-Derby bezeichnet. „Das Derby ist ein besonderes Spiel. Wir müssen uns noch für die Niederlage in der Hinrunde revanchieren. Wie wir das schaffen, ist uns egal. Hauptsache gewinnen“, gibt der ehemalige Kapitän die Richtung vor.

Schlagwörter: Fussball

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