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Der Brixner Maximilian Schraffl (links) fällt als 2002er künftig aus der Jugendregelung heraus. Yuri Pernstich (2003) von Tramin bleibt hingegen innerhalb des Limits. © Giacomelli

Schuster bezieht Stellung zu Jugendregel, Pokalmodus & Co.

In der Oberliga passt sich Südtirol-Trentino in der kommenden Saison an die nationalen Bestimmungen an. Das ist nicht bei allen Vereinen gut angekommen. Neuigkeiten gibt es auch für die Landesliga-Jugendregelung und die Vereine aus der 2. und 3. Amateurliga.

Wie von SportNews berichtet, wird die Jugendspieler-Regelung in der Oberliga ab der kommenden Saison an die nationalen Bestimmungen angepasst. Das bedeutet für die Südtiroler Klubs, dass je ein Spieler der Jahrgänge 2003 und 2004 auf dem Feld stehen muss. In der laufenden Meisterschaft muss ein 2002er spielen. Das sorgt für Unmut. Bisher hatte die Oberliga Südtirol-Trentino eine Ausnahmegenehmigung.


Der Südtiroler LND-Chef Klaus Schuster nimmt jetzt dazu Stellung. Er betont, dass Südtirol ohnehin schon zahlreiche Ausnahmeregelungen im Amateurfußball habe und man bei der Baustelle Oberliga nicht noch eine „Extrawurst-Anfrage“ an den italienischen Fußballverband stellen wollte. Zudem seien die Trentiner Oberliga-Vereine („Etwas überraschend für uns, dass sie mehr als einen Jugendspieler wollen.“) geschlossen für die Anpassung an die nationale Regelung, weshalb es keine Südtiroler Mehrheit für eine erneute Ausnahme für die hiesige Meisterschaft gegeben hätte – zumal sich die Südtiroler Oberligisten uneinig waren.

„Wir Südtiroler wären gegenüber den Trentinern sowieso in der Unterzahl gewesen.“ Klaus Schuster über die Jugendregelung

Den Vorwurf, dass der Südtiroler Verband zu wenig auf die Klubs hören würde, weist Schuster ab: „Es stimmt, dass die Vereine bei einer Sitzung Vorschläge eingebracht haben. Diese haben wir intern diskutiert und eine Entscheidung gefällt. Ich möchte daran erinnern, dass bis vor kurzer Zeit überhaupt niemand mit den Vereinen gesprochen hat.“ Schuster sieht die Kritiker der Jugendregelung in der Unterzahl und verweist auf eine Statistik, die dem Verband vorliegt: „Seitdem nur noch ein Junger in der Oberliga spielen muss, sind die Einsätze von Jugendspieler um 30 Prozent nach unten gegangen. Dem wollen wir entgegenwirken.“
Zurück zu 16er-Oberliga – Pokalmodus wird beibehalten
Einem anderen Wunsch der Vereine wird wohl entsprochen werden. Die Oberliga soll wieder auf 16 Vereine reduziert werden. Zurzeit ist es eine 18er-Liga. „Hier sind sich alle einig, dass eine Liga mit 18 Mannschaften zu viel ist. Die Pausen sind zu kurz, es braucht zu viele Spieltage unter der Woche“, so Schuster. Zudem würde es ja auch noch die Pokal-Wettbewerbe geben.

In der Landesliga wird Südtirol hingegen erneut eine Ausnahmeregelung beanspruchen. Dort muss künftig ein Spieler des Jahrgang 2004 auf dem Platz stehen – oder alternativ zwei 2003er. Im restlichen Italien gelten dieselben Vorschriften wie in der Oberliga.

Klaus Schuster, Präsident des Südtiroler Amateurfußballverbands. © DLife_DF

Apropos Pokal: Hier scheint das neue Format des Südtiroler Landespokals, indem alle Mannschaften von der Oberliga bis zur 3. Amateurliga vertreten sind, gut angekommen zu sein. Er wird deshalb weitergeführt und auch das Trentino wird das Südtiroler Pokalformat übernehmen. Nicht ganz zufriedenstellend laufe es in den unteren Ligen, so Schuster. Vor allem in der 3. Amateurliga könnten in der kommenden Saison 2022/23 allerdings einige neue Mannschaften dazukommen (drei 12er-Ligen sind keine Utopie). Ein Extra-Pokal für die 2. und 3. Amateurliga sei eine Alternative, damit auch diese Vereine mehr Spiele bestreiten können.

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