Europeada

Stefanie Reiner traf zum 1:0 (Fotos: SN/hk) Andrea Rogen

Europeada: Okzitanierinnen schlagen Plankl & Co.

Am Dienstagvormittag standen sich in St. Johann im Ahrntal die Frauenteams von Südtirol, bzw. aus Okzitanien gegenüber.

Bei sommerlichen 26 Grad Celsius trafen auf dem Kunstrasenplatz in St. Johann im Ahrntal die Frauenteams von Südtirol und Okzitanien aufeinander. Für die Elf von Ulrike Sanin war klar, dass sie einen Dreier braucht, um den Gruppensieg zu schaffen. Okzitanien hatte die Sorbinnen mit 12:1 vom Platz geschossen, während die Südtirolerinnen „nur“ ein 5:0 geschafft hatten.

Die erste Chance hatten die Okzitanierinnen mit Solene Barbance, die einen Freistoß aber an die Querlatte hämmerte (13.). Zehn Minuten später musste Andrea Rogen aus ihrem Kasten stürmen, um die heraneilende Larie Saulnier vom Ball zu trennen.

Auf der Gegenseite hätte Stefanie Reiner die Südtirolerinnen in Führung schießen können. Nach einem missratenen Rückpass ging die 19-Jährige dazwischen, schoss das Leder aber knapp am langen Pfosten vorbei.


"Joker" Consolati legt Reiner die Führung auf


Nach einer halben Stunde wurden wieder die Okzitanierinnen gefährlich, aber Torfrau Rogen bewies beim Lochpass von Dernis auf Barbance neuerlich ein sehr gutes Stellungsspiel. 120 Sekunden später führte Pföstl einen Einwurf blitzschnell auf Daniela Consolati aus, die auf dem Flügel allen enteilte, den Ball in die Mitte brachte und dort knipste Reiner das 1:0. Der Jubel über die überraschende Führung war groß – bis dahin hatte Okzitanien das Spiel dominiert und sich immer wieder blitzschnell durch das Mittelfeld kombiniert.

Das Tor verlieh den Südtirolerinnen Selbstvertrauen. Plankl (36.) und Pföstl (38.) blieben jedoch an Torfrau Charlotte Ridoux hängen. Es waren die letzten beiden Höhepunkte im ersten Spielabschnitt dieses ansprechenden Frauenfußballspiels.


Okzitanien reißt das Ruder herum


Nach der Pause plätscherte die Partie zunächst ohne Höhepunkte dahin. In der 61. Minute dann ein Freistoß, den die Südtirolerinnen nicht aus der Gefahrenzone bekamen und Barbance netzte zum 1:1 ein. Der Ausgleich stachelte die Südtirolerinnen aber an. Denn nur vier Minuten später hätte zuerst Hannah Bielak das 2:1 erzielen können, bevor Nadine Nischler in Ridoux ihre Meisterin fand.

Auf der Gegenseite kam Lavaud in der 74. Minute frei zum Schuss. Und der Ball zappelte tatsächlich im Netz, Okzitanien hatte das Match gedreht. Den Südtirolerinnen fehlte in der Folge die Kraft, um noch einmal auszugleichen. Stattdessen konnten sie sich bei Rogen bedanken, dass in der Nachspielzeit nicht das 3:1 fiel.


Südtirol F – Okzitanien F 1:2 (1:0)

Südtirol Frauen:
Andrea Rogen, Yvonne Lanthaler (30. Daniela Consolati), Manuela Ladstätter, Katrin Plankl, Desireé Righi, Denise Ferraris, Sonja Kiem, Nadine Nischler (73. Daniela Kofler), Stefanie Reiner (55. Hannah Bielak), Verena Erlacher, Katharina Pföstl (78. Anna Katharina Peer)

Tore: 1:0 Reiner (32.), 1:1 Barbance (61.), 1:2 Lavaud (74.)


Tabelle:

1. Okzitanien 6 Punkte/2 Spiele
2. Südtirol 3/2
3. Sorben Lausitz 0/2

Okzitanien und Südtirol stehen im Halbfinale


Hannes Kröss/SportNews

Autor: sportnews

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